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Jahr: 2012  Heft: 1  Seite: 14
Jesch, Thomas A.
Dr. Thomas A. Jesch, LL.M. (Georgetown), RA

Private-Label-Fonds: Vertragliche Gestaltung und Haftungsfragen

Vermögensverwalter, die bisher Gelder ihrer Klienten verwaltet und in Produkte von Drittanbietern investiert haben, stehen immer wieder vor der Frage, ob es nicht sinnvoll ist, "eigene" Fonds anzubieten, um die eigene Marke visibler auch gegenüber potentiellen Neukunden zu machen und das eigene Team z. B. über eine Erfolgsbeteiligung zusätzlich zu motivieren. Private-Label-Fonds können hierfür ein effizientes Instrument sein, welches im Folgenden in seinen Grundzügen vorgestellt wird.

I. Private-Label-Fonds - Begriff und Struktur

Einem Private- bzw. Third- oder White-Label-Fonds liegt der wirtschaftliche Gedanke zugrunde, dass Vermögensverwalter, Investmentboutiquen bzw. Asset Manager neue Kundengruppen erschließen wollen, ohne von ihrer Kernkompetenz abzuweichen. Sie wollen weiterhin eine hochwertige Vermögensverwaltung gewährleisten, Anlagestil sowie Gebührenstruktur bestimmen und Kundenakquise betreiben. Die Fondsadministration (Buchhaltung, Compliance, Risikocontrolling) hingegen soll extern durch eine Kapitalanlagegesellschaft realisiert werden. Dies bietet auch dem Endkunden den Vorteil, dass sich...

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